Institut für Werkstoffwissenschaft und Werkstofftechnologie
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In Grasse, der Welthauptstadt der Düfte, besuchten wir Freitagvormittag die historische Parfumfabrik, Fragonard. Zu Beginn der Führung konnten wir unseren Geruchssinn testen und versuchen, diverse Duftnoten zu erkennen. 

   

Bei der Grundausbildung zum Parfumeur müssen 300 Gerüche erkannt und beschrieben werden können. Eine professionelle „Nase“, wie die besten Parfumeure bezeichnet werden, können 3000 bis 4000 Gerüche unterscheiden. Von den weltweit 1000 „Nasen“ kreieren 50 „Nasen“ in Grasse neue Duftmischungen.

Des Weiteren wurde uns erklärt, dass natürliche Riechstoffe aus dem zerkleinerten Rohmaterial durch Destillation, Mazeration, Enfleurage, Extraktion oder durch Auspressen (Expression) gewonnen werden.

 

Extraktionsanlage                                                            Destillierapparat

Bei einem Parfum unterscheidet man zwischen drei Duftnoten, die sich unterschiedlich schnell verflüchtigen: Kopfnote, Herznote und Basisnote. Die Kopfnote ist der Duft, der in den ersten Minuten nach dem Auftragen auf die Haut wahrnehmbar ist. Für den eigentlichen Duftcharakter eines Parfüms ist die Herznote verantwortlich, die einen Tag wahrnehmbar ist. Die Basisnote ist der Duft, der als Letztes zur Geltung kommt. Sie enthält langhaftende, schwere Duftstoffe, die eine Woche haften können.

 

Nach dem Besuch der Parfümfabrik hatten wir genügend Zeit uns Grasse anzusehen,

  

bevor wir individuell mit dem Bus nach Nizza aufbrachen.

  

An unserem letzten Abend konnten wir bei einem hervorragenden gemeinsamen Abendessen im Restaurant „Oliviera“, frei nach dem Motto „Olio al Olio“, diverse selbstgemachte Olivenölsorten ausprobieren. Den krönenden Abschluss einer gelungenen Reise stellte eine kürzere bzw. für manche auch längere Erkundung des Nachtlebens in Nizza dar.