Institut für Werkstoffwissenschaft und Werkstofftechnologie
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Institutsexkursion 2015

Erster Programmpunkt unserer diesjährigen Institutsexkursion am 27. Mai 2015 war der Besuch der Firma Bombardier Transportation Austria GmbH in der Hermann-Gebauer-Straße 5 in Wien 22.

Zum Einstieg erhielten wir einen kurzen Überblick über die Geschichte des industriellen Familienunternehmens LOHNER (gegründet 1823) das sich von der Wagnerwerkstätte des Biedermeier zum industriellen Großbetrieb entwickelte, der Wagen, Elektromobile, Flugzeuge, Karosserien, Straßenbahnwagen, Motorroller, Mopeds u.v.a. baute und letztendlich in die Bombardier Transportation Austria GmbH übergeleitet wurde.

 

LOHNER Porsche mit Radnaben-Elektromotoren in den Vorderrädern, 1900, Technisches Museum Wien.

 

Jetzt fertigt man bei Bombardier Transportation die Straßenbahn und Metro-Züge der Welt, wie zB. die Straßenbahnzüge der flämischen Verkehrsbetriebe De Lijn

Nach der Firmenbesichtigung der Bombardier Transportation brachte uns ein Bus zur Burg Kreuzenstein - einer der schönsten historischen Sehenswürdigkeiten Niederösterreichs. 

Wetterbedingt wurde aus dem geplanten Picknick eine „Kofferraumverköstigung“, wir danken Johannes, Helmut und Roman für die Organisation des Mittagessens.

Die Führung durch die Burg Kreuzenstein begann in der Burgküche. Zahlreiche Küchenutensilien aus dem Mittelalter wie Waffeleisen mit kunstvollen Verzierungen, oder ein „Windbrater“ sowie der berühmte Nudeldrucker, eine Spaghettimaschine aus dem 16 Jht. sind nur einige der zahlreichen Küchengeräte.

Weiter gings dann durch die Rüstkammer, eine der größten privaten Sammlungen historischer Waffen Österreichs, vollgestopft mit außergewöhnlichen Exponaten und kostbaren Einzelstücken aus kriegerischen Zeiten. Hervorragend ausgestattet und unterteilt in Vorraum und Kanonenraum, enthält die Rüstkammer das Ausrüstungsvolumen einer fast 100 Mann starken Truppe, wie sie zur Verteidigung einer Burg dieser Größe eingesetzt wurde.

 

Durch den Rittersaal mit dem berühmten „Brixener Schrank“, der aus der Zeit um 1500 stammt kamen wir in das Fürstenzimmer mit seiner originalen mittelalterlichen Möblierung – dem Schlafgemach des Burgherren. Ungewöhnlich sind die Maße des aus dem süddeutschen Raum stammenden ca. 500 Jahre alten Bettes, das im Verhältnis zu seiner Breite auffallend kurz ist: Zum einen, weil die durchschnittliche Körpergröße damals auch bei Rittern erheblich kleiner war und zum anderen, da Edelleute im Mittelalter vorwiegend im Sitzen schliefen.

Den Abschluss der Führung durch die Burg Kreuzenstein bildete die Jagdkammer welche die große Jagdleidenschaft des Wiedererbauers der Burg, Graf Johann Nepomuk Wilczek, widerspiegelt. Die Wände der Jagdkammer sind reich mit Waffen, Pulverhörnern, Wildwaagen und Jagdmessern geschmückt, besonderer Blickfang ist das angebliche Horn eines sagenumrankten Einhorns – tatsächlich ein Jagdsouvenir der Polarfahrt von Graf Johann Nepomuk Wilczek.

Nach der Führung durch die Burg wurde uns noch eine faszinierende Flugshow freifliegender Greifvögel auf der Adlerwarte Kreuzenstein geboten. Die Stars diese Flugtages waren zweifelsohne der Gänsegeier „Schurli“

und der „schöne Harry“

 

Letzter Programmpunkt und das eigentliche Highlight dieser Institutsexkursion war ein geselliges Beisammensein im Heurigen „Zur Christl“ in der Stammersdorfer Kellergasse. Der engste Kreis um unseren lieben Institutsvorstand begab sich dann nach 23:00 Uhr durch die Weingärten hinab zum letzten 26er.