Institut für Werkstoffwissenschaft und Werkstofftechnologie
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Auf auf zum Erzberg in Eisenerz ...

... ging es mit einer rund 40-Mann/Frau starken Truppe an Mitarbeitern des IMST am 5. Mai 2010. Angekommen am Bergwerk und begrüßt mit den Worten „Glück auf!“ wurden die Aushilfs-Knappen mit der so genannten "Katl", dem ehemaligen Mannschaftszug, ca. 1,5 km in den Erzberg hinein in die Tiefen des Schaubergwerks gebracht, wo man Einblicke in die beeindruckende Lebens- und Arbeitswelt der Bergleute gewinnen konnte.

Während des Rundgangs wurde immer wieder an die allgegenwärtige Hl. Barbara - die Schutzpatronin der Bergleute – erinnert, die aufgrund ihrer gewählten Religion von ihrem Vater zum Tode verurteilt wurde, jedoch flüchten konnte und in dem Berg einen zumindest kurzfristigen Verbündeten und Unterschlupf fand.

 

Dem weiteren beeindruckenden Rundgang folgte unter anderem die Sage des Wassermanns. Dieses Wesen soll damals den Leuten in einer Grotte erschienen und nach der Annahme, dieses Wesen besitze wertvolle Schätze, gefangen genommen worden sein. Angekommen an der Stelle, wo sich heute der Erzberg befindet, soll der Wassermann getobt und gejammert und für seine Freilassung große Schätze versprochen haben. Neben genanntem Gold und Silber wurde auch „Eisen auf ewig“ versprochen und die Leute wählten letzteres. Nach der Freilassung des Wassermanns hält dieses Versprechen bis heute an...

 

Wieder aus den Tiefen des Erzbergwerks zurück und gestärkt durch ein opulentes Mahl im Leobner Arkadenhof (oder A-Hof, wie die Leobner liebevoll sagen), ging es nach dem Motto „... Eisen auf immerdar...“ weiter zur Voest-Alpine Donawitz, wo man sich die Frage stellte: Fe²+, Fe³+ oder doch legiert (Fe3C)?

 

Dort konnte in ziemlich beeindruckender Weise beobachtet werden, wie in einer menschenleeren Halle, bei unglaublich hohen Temperaturen und Dampfentwicklung, aus rotglühenden Stahlbrammen in 3,5min über 100m lange Schienen entstanden. Nicht automatisiert ist lediglich das Wechseln und Nachbearbeiten der Walzen in der firmeneigenen Drehwerkstatt.

 Am Ende der Werksführung war klar: „Stahl auf immerdar!“

 

„Please do not speak to the driver while the vehicle is in motion“ (Anmerkung der Redaktion *g*)

(Reisebericht von Ruth Markut-Kohl und Ruth Felzmann)